Geschichtlicher Abriß
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Huta Józefina


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Josephinenhütte - Geschichtlicher Abriß

Bereich Schlesien:
1842 Gründung in Schreiberhau durch den Glasfachmann Franz Pohl(1813-1884) auf Veranlassung des Grafen Leopold von Schaffgottsch. Namensgebung zu Ehren der Gattin Josephine des Grafen. Drei Schmelzöfen.
1843 Vereinigung mit der Karlsthalhütte (Nordböhmen) und Weiterführung unter dem Namen Josephinenhütte
1844 Goldmedaille auf der Gewerbeausstellung in Berlin für Filigrangläser
1851 Medaille auf der Londoner Weltausstellung für Farb- und Millefiorigläser
1863 (oder 1865, Zelsako) Vereinigung mit der Glashütte in Hoffnungsthal unter dem Namen Josephinenhütte
1867 Auszeichnung auf der Pariser Weltausstellung
1873 Goldmedaille auf der Wiener Weltausstellung
1900 Goldmedaille auf der Pariser Weltausstellung
1923 Vereinigung mit der Firma Fritz Heckert in Petersdorf zu einer Kommandit-
gesellschaft
1923 Zusammenschluss der Josephinenhütte mit der Hermsdorfer Firma Neumann & Staebe
1923 Zwischen diesen beiden Firmen und den Kommanditisten der Firma Fritz Heckert wurde die Aktiengesellschaft „JoHeKy“ gegründet
1925 Gründung einer neuen Aktiengesellschaft mit dem Namen „Josephinenhütte A.G. JO-HE-KY“ zwischen der Josephinenhütte, Fritz Heckert und Neumann Staebe
(Hermsdorf/Kynast, Kynast- Kristall) mit insgesamt 1400 Beschäftigten, 4 Glasschmelzöfen und 800 Schleifstellen.
1937 Grand Prix in Paris
1939-1945 Ununterbrochene Produktion mit nur etwa 2 Wochen Pause während des Krieges

Bereich Polen:
1946 Nach Kriegsende wurde der größte Teil der Maschinen und Produktionsmittel aus dem Glaswerk in Petersdorf in die Sowjetunion gebracht. In der Josephinenhütte wurden lediglich die Lagerbestände geplündert, die Produktion konnte weitergeführt werden.
Die Josephinenhütte wurde in (Huta) Józefina umbennant, der grösste Teil der deutschen Crew ist geblieben und so konnte schon im Juli 1946 die Produktion wieder aufgenommen werden. De facto leitete ein deutscher Ingenieur, B. Krahl, die Hütte weiter. Die Deutschen "Josephiner" verließen nach und nach Schreiberhau, und die polnischen Glaswerker hatten zunächst Schwierigkeiten die nicht einfachen Technologien zu beherrschen.
1958 Bis dahin wurde in Polen die Glasproduktion unter dem Namen „Josephinenhütte“ (und dem seit etwa 1925 gleich gebliebenen ovalen Etikett) weitergeführt.
Nach einem verlorenen Prozess gegen die früheren Besitzer wegen gesetzwidriger Benutzung des Namens „Josephinenhütte“ erfolgte eine Umbenennung in „Glashütte Julia“ („Huta Julia“).
2000 Glashütte Julia in Schreiberhau wird geschlossen, nachdem die Hütte für einige Zeit eine GmbH(AG?, Zelasko) war und mit amerikanischem Kapital finanziert wurde.
2006 Kristallglashütte Julia produziert seit 2000 nur noch in Petersdorf(Piechowice) und firmiert heute unter Julia Crystal.
2007 Das Grundstück mit dem Baudenkmal der J. wird von einem Rechtsanwalt aus Kattowitz gekauft.

Bereich Deutschland:
1945 Bis dahin befand sich der gesamte schlesische Teil des Riesengebirges wie auch des Isergebirges (ohne den zur Oberlausitz gehörigen Anteil) in dem Besitz
der Familie Schaffgottsch. Graf von Schaffgottsch(1914-1997) und seine Familie mussten 1945 Polen verlassen und flüchteten von Warmbrunn Richtung Westen. Nach verschiedenen Aufenthaltsorten dort kam die Familie Schaffgotsch 1951 nach Schwäbisch Gmünd. Dort befand sich bereits eine große Kolonie Aussiedler mit vielen Glasfacharbeitern darunter.
1951 Beginn des Aufbaus der Josephinenhütte in Schwäbisch Gmünd
1952–1976 Graf von Schaffgottsch ist Geschäftsführender Gesellschafter der Josephinenhütte
1958 Schaffgottsch kauft in Schwäbisch Gmünd die ehem. Cäcilienhütte(1948 u.a. von Fam. Oertel aus Haida gegründet) und benannt sie nach dem früheren Namen „Josephinenhütte“.
1963 Verkauf der J. an die Firma Villeroy und Boch.
1979 Eingliederung der Josephinenhütte in die Firma Villeroy und Boch (bis 1978 wurde das rautenförmige goldfarbene Klebeetikett verwendet, das es seit etwa 1925 gab).
1983 Schließung der Josephinenhütte in Schwäbisch Gmünd